Hängebrücke Klobenstein

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Hängebrücke Klobenstein in Kössen

Die Klobenstein Hängebrücke ist die neueste Attraktion in Kössen. Sie liegt zwischen den Gipfeln der Chiemgauer Alpen rund um Kössen und überspannt die Großache. Genau genommen gibt es mittlerweile sogar zwei Hängebrücken. Oberhalb der Hängebrücken findest du den Klobenstein – ein beeindruckender gespaltener Felsen. Er ist ein spektakuläres Wanderziel mit einer Sage und einem Hauch an Spiritualität. Dieser Blogartikel erklärt dir alles zur Klobenstein Hängebrücke – wo du sie findest, wie du sie erreichen kannst und was du dir in der unmittelbaren Umgebung auf jeden Fall anschauen solltest. Wir waren dort und haben das für dich herausgefunden:

Der Klobenstein – Ein Ort mit Geschichte

Klobenstein Kössen - die besondere Felsspalte bei der Wallfahrtskirche
Klobenstein Kössen – die besondere Felsspalte bei der Wallfahrtskirche

Der Klobenstein ist ein markanter Felsen, der in der Region Kössen eine hohe Bedeutung genießt. Die beiden gewaltigen Felsbrocken, die den Klobenstein bilden, ragen steil in den Himmel und sind durch eine tiefe Spalte voneinander getrennt. Der Ursprung des Namens „Klobenstein“ rührt von der Form des Felsenblocks her. Schon seit Jahrhunderten zieht er nicht nur Naturfreunde, sondern auch spirituell orientierte Menschen an. Unterhalb des Felsen steht die kleine Lourdes-Kapelle, die für ihre heilkräftige Quelle bekannt ist. Gleich oberhalb des Felsen steht die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein, die zu den ältesten Wallfahrtsorten in der Region zählt. Die Legende erzählt von einer Frau, die bei einem Felssturz in der Nähe des Klobensteins vom Himmel um Hilfe rief. Daraufhin spaltete sich der Felsen, sodass sie unversehrt entkommen konnte. Aus Dank für die göttliche Hilfe wurde an diesem Ort die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein errichtet.

Die Hängebrücke Klobenstein – Ein Wahrzeichen der Region

Hängebrücke Klobenstein - 35 Meter lange Brücke in der Entenlochklamm
Hängebrücke Klobenstein – 35 Meter lange Brücke in der Entenlochklamm

Unterhalb der Kapelle und der Wallfahrtskirche samt Klobenstein fließt die Großache. Sie befördert das Wasser aus dem Bereich rund um St. Johann in Tirol und dem Kaisergebirge in den Chiemsee. Lange Zeit gab es im Bereich des Klobenstein keine sichere Brücke über den Fluß. Die heutige Hängebrücke Klobenstein wurde 2013 errichtet. Die Brücke überspannt die Entenlochklamm und verbindet die Ufer der Großache miteinander. Mit einer Länge von 35 Metern bietet die Hängebrücke einen sicheren Übergang. Von der Hängebrücke hast du spektakuläre Ausblicke auf die Felsen, den Fluss und das Tal.

Der Spaziergang über die Hängebrücke ist ein ganz besonderes Erlebnis: Der steile Abgrund und das türkisgrün schimmernde Wasser unter den Füßen, die weite Aussicht auf die Berge. Diese Natur läßt das Herz eines jeden Wanderers höherschlagen. Während die Großache unter der Brücke hindurchrauscht, kannst du die atemberaubende Landschaft der Entenlochklamm in ihrer ganzen Schönheit genießen. In diesem Bereich der Klamm ist ist die Natur besonders beeindruckend – grüne Wälder, steile Felswände und das Rauschen des Wassers sind eine unvergessliche Kulisse.

Zwei Hängebrücken am Klobenstein

Die zweite Klobenstein Hängebrücke in Kössen
Die zweite Klobenstein Hängebrücke in Kössen

Mittlerweile gibt es zwei Hängebrücken am Klobenstein, die den Wanderern einen einzigartigen Blick auf die Entenlochklamm und die Großache bieten. Die erste Hängebrücke wurde nach den verheerenden Hochwasserschäden von 2013 errichtet. 2021 kam eine zweite Hängebrücke hinzu. Diese Erweiterung hat einen Hängebrücken-Rundweg ermöglicht, der mittlerweile zu einer der beliebtesten Wanderungen in der Region gehört. Die Hängebrücken verbinden den Wanderweg entlang der Großache und ermöglichen es den Besuchern, auf einer spannenden und beeindruckenden Strecke die Schlucht und die umliegende Natur zu genießen. Die beiden Brücken sind ein tolles Erlebnis für Familien, da sich mit den beiden Brücken ein Rundweg ergibt, der sowohl kurz als auch einfach begehbar ist. Die Brücken bieten nicht nur spektakuläre Aussichten auf die wilde Landschaft, sondern auch das besondere Gefühl, über die schwindelerregend hohe Schlucht zu gehen und den rauschenden Fluss unter sich zu sehen. Diese beeindruckende Verbindung von Natur und Architektur hat die Region noch attraktiver für Wanderer gemacht, die auf der Suche nach einem unvergesslichen Erlebnis sind.

Der Hängebrückenrundweg – Ein Erlebnis für die ganze Familie

Wer nicht die lange Wanderung auf dem Schmugglerweg gehen möchte, für den ist der Hängebrückenrundweg die perfekte Wahl. Der Rundweg führt von der Parkbucht nahe der Wallfahrtskirche und der Lourdes-Kapelle entlang des Waldes bis zur ersten Hängebrücke und dann zur zweiten Hängebrücke. Er ist insgesamt etwa 40 Minuten lang und eignet sich besonders für Familien mit Kindern, die auf einfachem Weg die Natur genießen wollen. Während der Wanderung kannst du die Felsen und die darunterliegende Schlucht bewundern, während du durch den Wald schlenderst. Ein Highlight des Rundwegs ist der kleine Sandstrand, der sich direkt nach der ersten Hängebrücke befindet. Hier kannst du eine Pause einlegen und den Blick auf den Fluss genießen oder im Sommer die Füße ins Wasser strecken.

Der Schmugglerweg – Auf historischen Pfaden zum Klobenstein

Für Wanderer, die mehr über die Geschichte und die Region erfahren möchten, bietet sich der Schmugglerweg an. Dieser Wanderweg führt auf historischen Pfaden entlang der Grenze zwischen Tirol und Bayern und verbindet Kössen mit Schleching. Der Weg wurde früher von Schmugglern genutzt, um Waren illegal über die Grenze zu transportieren. Der Schmugglerweg beginnt in Kössen und führt entlang der Großache und durch das malerische Tal der Entenlochklamm bis hin zum Klobenstein. Unterwegs kommst du an besonderen Aussichtsplattformen vorbei. Die Wanderung dauert insgesamt etwa 3 Stunden und ist eine gute Möglichkeit, nicht nur die Natur zu genießen, sondern auch einen Einblick in die Geschichte der Region zu erhalten. Der Schmugglerweg ist gut ausgebaut. Besonders im Frühjahr und Herbst bietet der Weg unvergessliche Eindrücke der Region, wenn die Wälder ab April tiefgrün und ab Septemer in bunten Farben erstrahlen.
–> alle Infos zum Schmugglerweg

Die Hängebrücken überspannen die Entenlochklamm

Blick von der Aussichtsplattform auf die Entenlochklamm samt Hängebrücke
Blick von der Aussichtsplattform auf die Entenlochklamm samt Hängebrücke

Die Entenlochklamm ist eine vielbesuchte Schlucht, die von der Großache zwischen Kössen und Schleching geformt wurde. Mit einer Länge von etwa 1,5 Kilometern zieht sie sich durch beeindruckende Felsen. Der Name „Entenloch“ leitet sich von den Enten ab, die in den ruhigeren Bereichen des Flusses verweilen. Die Klamm ist zwar nicht besonders tief, aber ihre natürliche Schönheit und Atmosphäre sind einzigartig. Besonders hervorzuheben sind die zwei Hängebrücken, die es den Wanderern ermöglichen, die Schlucht aus der Vogelperspektive zu betrachten und den Fluss von oben zu erleben. Ohne die beiden Brücken, könntest du nur einen kleinen Einblick in die Entenlochklamm bekommen.
–> entdecke die Entenlochklamm

Die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein – Ein spiritueller Ort

Direkt ober der Hängebrücke Klobenstein ist die Kirche und der berühmte Felsen
Direkt ober der Hängebrücke Klobenstein ist die Kirche und der berühmte Felsen

Oberhalb des Klobenstein Felsen steht die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein. Die Wallfahrtskirche in Kössen ist ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen der Region. Die Anlage besteht aus zwei Kapellen – der Loretokapelle und der Mariahilfkapelle, die durch einen baulichen Gang miteinander verbunden sind. Die Loretokapelle wurde im Jahr 1701 erbaut und zeichnet sich durch ein Tonnengewölbe unter einem steilen Satteldach aus. An ihrer nördlichen Giebelseite befindet sich ein überdachter Umgang mit angebautem Turm. Die Kapelle beherbergt eine geschnitzte Figur der Maria Loreto. Zwischen 1731 und 1733 wurde die Mariahilfkapelle errichtet. Dieser schlichte Kapellenbau verfügt über eine Rundapsis, einen Saalraum mit flacher Stuckdecke und einen Altar mit der Gnadenmadonna, einem barocken Schnitzwerk. Die Verehrung des Gnadenbildes Mariahilf reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Unterhalb des gespaltenen Felsens befindet sich die Lourdeskapelle, auch als Wasserkapelle bekannt, die 1886 erbaut wurde. Hier sprudelt ein Brunnen mit Quellwasser, dem heilende Kräfte, insbesondere bei Augenleiden, zugeschrieben werden. Die gesamte Wallfahrtsanlage steht unter Denkmalschutz. Jedes Jahr kommen viele Pilger und Besucher hierher.

SCHNAPPENKIRCHE
Die Schnappenkirche und die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein sind beide herausragende spirituelle Ziele in den Chiemgauer Alpen, die dir unvergessliche Erlebnisse bieten. Die Schnappenkirche thront auf dem Schnappenberg in 1.100 m Höhe und ist für ihre beeindruckende Aussicht auf den Chiemsee und die umliegenden Berge bekannt. Die Wanderung zur Kirche ist sowohl für Familien als auch für geübte Wanderer geeignet und führt durch idyllische Waldlandschaften. –> Schnappenkirche

STREICHENKIRCHE
Die Streichenkirche, auch bekannt als St. Servatius, ist ein verstecktes Juwel in den Chiemgauer Alpen und liegt malerisch oberhalb von Maria Klobenstein. Dieses charmante Gotteshaus ist ein historisches Wahrzeichen. Die Streichenkirche befindet sich auf einem aussichtsreichen Höhenzug und ist von Maria Klobenstein aus leicht zu erreichen. –> Streichenkirche

Hängebrücke Klobenstein Anreise & Parken

Der Klobenstein und die Hängebrücke Klobenstein sind fast mit dem Auto erreichbar. Wenn du von Kössen kommst, folgst du der Klobensteinstraße in Richtung Schleching und parkst am sogenannten Bären-Parkplatz. Hier gibt es eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen, besonders an Wochenenden und in der Hauptsaison kann es schwierig sein, einen freien Parkplatz zu finden. Alternativ kannst du auch in Kössen oder Schleching parken und von dort den Schmugglerweg durch die Entenlochklamm zum Klobenstein nutzen. Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und die gesamte Umgebung ist für Wanderer gut erschlossen. Hier der Link samt Google Karte zum Parken:
–> Entenlochklamm Parkplatz

Hängebrücke Klobenstein Eintritt & Öffnungszeiten

Die Hängebrücken am Klobenstein sind kostenlos zugänglich. Es handelt sich um ein Naturgebiet, das keine festen Öffnungszeiten hat. Du kannst die Wanderung durch die Entenlochklamm entlang des Schmugglerwegs und den Besuch der Hängebrücke jederzeit unternehmen, da der Zugang grundsätzlich rund um die Uhr möglich ist. Allerdings gibt es einige Einschränkungen in den Wintermonaten. Während des Winters, in den Monaten von etwa November bis April, wird der Zugang zur Entenlochklamm und somit auch zu den Hängebrücken aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen gesperrt. Schnee und Eis können die Wanderwege unsicher machen. Diese Sperrungen dienen der Sicherheit der Wanderer. Für den Zeitraum von Mai bis Oktober sind die Wanderwege und Hängebrücken uneingeschränkt zugänglich.
–> so sind die Entenlochklamm Öffnungszeiten

Fazit: Ein unvergessliches Wandererlebnis

Die Hängebrücke Klobenstein hat sich zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Region entwickelt, was nicht zuletzt an der atemberaubenden Aussicht und dem einzigartigen Naturerlebnis liegt. Aufgrund der großen Beliebtheit der ersten Brücke wurde eine zweite Hängebrücke errichtet, die den Wanderern nun noch mehr Möglichkeiten bietet, die beeindruckende Landschaft der Entenlochklamm aus der Vogelperspektive zu genießen.

Die beiden Hängebrücken sind Teil einer Hängebrückenrunde, die in etwa 40 Minuten zu bewältigen ist. Diese kurze Wanderung bietet eine ideale Möglichkeit, die Schönheit der Umgebung zu erleben, ohne viel Zeit einplanen zu müssen. Für Wanderer aller Altersgruppen und Familien ist die Tour ein unvergessliches Erlebnis, bei dem die Natur hautnah erlebt werden kann – besonders die beeindruckende Aussicht auf die Schlucht und die Großache. Insgesamt ist die Hängebrückenrunde Klobenstein ein tolles Erlebnis für Naturliebhaber und ein spannendes Abenteuer für alle, die die Schönheit des Chiemgaus entdecken möchten. Ein tolles Erlebnis, das definitiv auf deiner Wanderliste stehen sollte!

Weiterführende Links

Die häufigsten Fragen zur Hängebrücke Klobenstein

Wo ist die Hängebrücke in Kössen?

Die Hängebrücke in Kössen befindet sich in der Nähe des Klobenstein, einem Ort in der Gemeinde Kössen in Tirol. Die Brücke überspannt die beeindruckende Entenlochklamm und die Großache.

Ist die Hängebrücke Klobenstein kostenlos zugänglich?

Ja, die Hängebrücke Klobenstein ist kostenlos zugänglich. Es gibt keine Eintrittsgebühren, und du kannst die Brücken sowie den Rundweg durch die Entenlochklamm jederzeit besuchen, solange der Zugang nicht gesperrt ist (beachte saisonale Sperrungen im Winter).

Wann ist die beste Zeit, die Klobenstein Hängebrücke zu besuchen?

Die beste Zeit, die Hängebrücke Klobenstein zu besuchen, ist von Mai bis Oktober, wenn die Entenlochklamm und der Schmugglerweg für Wanderer geöffnet sind. In den Wintermonaten (November bis März) ist die Klamm aufgrund von Eis und Schnee gesperrt, um die Sicherheit der Wanderer zu gewährleisten.

Ist die Klobenstein Hängebrücke für Kinderwagen geeignet?

Leider ist der Weg zur Hängebrücke und auch der Rundweg durch die Entenlochklamm nicht für Kinderwagen geeignet, da es sich um unbefestigte, teilweise steile und schmale Wanderwege handelt. Für Familien mit kleinen Kindern sind Tragehilfen wie eine Babytrage oder ein Tragetuch eine gute Alternative.

Welche besonderen Brücken gibt es noch?

Eine echte Sehenswürdigkeit und ein Berlin Geheimtipp ist die Oberbaumbrücke. Richtig bekannt und beliebt ist die Krämerbrücke – sie ist vollständig mit Häusern bebaut. Besuch auch mal die berühmte Karlsbrücke in Prag – als Vorbild diente die Steinerne Brücke. Mein letzter Tipp sind die Landungsbrücken.

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